Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen Catholic University of Applied Sciences

 

Experten beraten über die Zukunft der Prävention und Gesundheitsförderung bei Kindern aus psychisch belasteten Familien (19.10.2017, Köln)

Prof. Dr. Obermaier und Prof. Dr. Köhler bei der Begrüßung

Ein gelungener Austausch der Experten zu dem Thema fand am 11.10.2017 in der Abteilung Köln der KatHO NRW statt

„Allen Altersgruppen die gleiche Chance auf Gesundheit zu geben“, spiegelt die Kernaussage des im Jahr 2015 verabschiedeten Präventionsgesetzes wider. Es zielt auf die Prävention und Gesundheitsförderung innerhalb des Lebensumfeldes der Kinder, Jugendlichen, Erwachsenen und Senioren ab. Hierzu unterstützt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzGA) die Krankenkassen bei der Wahrnehmung der nun gesetzlich verankerten Aufgaben. Ein übergeordnetes Ziel ist dabei die Verminderung der sozial bedingten Ungleichheit von Gesundheitschancen und eine gezielte Stärkung der Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten. Die konzeptionellen Entwicklungen sollen dabei nicht nur implementiert, sondern auch wissenschaftlich evaluiert werden.

Dazu wurden Prof. Dr. Michael Obermaier und Prof. Dr. Thorsten Köhler, beide am Fachbereich Sozialwesen an der Abteilung Köln tätig, beauftragt, eine deutschlandweite Bestandsaufnahme von Interventionen (Modelle guter Praxis) zur Prävention und Gesundheitsförderung bei Kindern aus psychisch belasteten Familien durchzuführen. Im Rahmen eines mehrstufigen Delphi-Verfahrens trafen sich die Vertreterinnen und Vertreter aus dem Bundesministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration, des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen, dem Diözesanen Caritasverband für das Erzbistum Köln e.V., der gesetzlichen Krankenkassen, dem Kooperationsverbund gesundheitlicher Chancengleichheit, der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, dem Kinderschutzbund sowie den Vertretern der Katholischen Hochschule NRW in der Abteilung Köln.

Zentrale Diskussionsthemen waren die inhaltliche Konzeptionierung von Präventionsangeboten, die kritische Reflexion entsprechender Qualitätskriterien, die Bildung von Netzwerkstrukturen sowie die kommunale Einbettung der verschiedenen Settings und die Frage nach den Perspektiven bundesweiter standardisierter Modelle guter Praxis.
Der intensive und hoch engagierte Austausch zu diesen Themen, den selbst der Mittagsimbiss nicht zu stoppen vermag, zeitigte „zahlreiche und für alle Interessensgruppen enorm wichtige Ergebnisse, die Anfang Dezember als Expertise der BZgA übergeben werden“, so Prof. Obermaier.

Weitere Informationen
Prof. Dr. Michael Obermaier (m.obermaier@katho-nrw.de // 0221 – 7757 190)

Text und Bild
Dekanatsreferentin Julia Jung (ju.jung@katho-nrw.de // 0221 – 7757 207)

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