Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen Catholic University of Applied Sciences

Wege und Erkenntnisse der Innovationsforschung - Teilhabekolloquium vom 07.11.2019

Jonas Kabsch referierte über das Projekt Lebens Alter der Lebenshilfe Baden-Württemberg

Am 07.11.2019 fand das 25. Teilhabekolloquium des Instituts für Teilhabeforschung zum Thema Wege und Erkenntnisse der Innovationsforschung statt.

Zu Gast war Herr Jonas Kabsch, Geschäftsführer des Fachverbandes Psychiatrie im Diakonischen Werk der Evangelischen Kirche Württemberg und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Fakultät Sozialwesen der Dualen Hochschule Baden-Württemberg. In seiner Funktion als ehemaliger Leiter des dreijährigen Projektes Lebens Alter – Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen im Alter der Lebenshilfe Baden-Württemberg referierte er über die spannenden Arbeitsergebnisse.  Herr Kabsch stellte an praktischen Beispielen der Praxispartner (stationäres Wohnen, ambulantes Wohnen, Tagespflege) die Zusammenarbeit von Alten- und Behindertenhilfe dar. Er zeigte auf, dass trotz unterschiedlicher fachlicher und organisationaler Voraussetzungen Kooperationen der beteiligten Dienste auf Augenhöhe und im Sinne der NutzerInnen möglich sind.  Im Zuge des Projektes wurden Barrieren aber auch Chancen der Kooperation und innovative Lösungsansätze begleitet, analysiert und aufgearbeitet. Entstanden sind dabei u.a. hilfreiche und praxisbezogene konzeptionelle Arbeitshilfen und Handreichungen für künftige Kooperationsprojekte von Teilhabe- und Pflegeleistungen zur ganzheitlichen Versorgung von älteren Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen. Besonders spannend ist das Modell „Service Wohnen“ der Lebenshilfe Baden-Württemberg, dass es Mensch mit Beeinträchtigungen in selbstorganisierten Wohngemeinschaften  die bestmögliche Kombination von Leistungen der Eingliederungshilfe und der Pflege ermöglicht.

Unter folgender Homepage können Sie weitere Informationen zum Projekt Lebens Alter erhalten: http://alltagssprache.lebenshilfe-bw.de/ueber-uns/projekte-abgeschlossen/projekt-lebensalter/

Im zweiten Teil des Kolloquiums stellten Herr Prof. Friedrich Dieckmann, Frau Prof. Sabine Schäper und Frau Monika Laumann Varianten und Vorgehensweisen der Innovationsforschung anhand ihres Forschungsprojekts MUTIG dar. Zunächst beschrieben sie maßgebliche Merkmale von Innovationsforschung, um im Anschluss deren Bedeutung für die Teilhabeforschung zu erläutern. Im Projekt ging es um die Identifizierung innovativer Elemente in der Praxis der Behindertenhilfe, ihre Zuordnung zu Gestaltungsaufgaben und Voraussetzungen des Transfers in andere Kontexte. Erläutert wurden das Sampling potentiell innovativer Praxen, die Systematisierung von Gestaltungaufgaben und das Verfahren zur Analyse von innovativen Elementen in  Wohnangeboten für Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung im Alter. Frau Laumann stellte beispielhaft Ergebnisse für die Untersuchung der personalen Zuständigkeit für die Planung und Unterstützung Teilhabe im Sozialraum vor.

Das kommende Teilhabekolloquium wird am 09.01.2020 stattfinden.

Redaktion

Prof. Dr. Dieckmann, f.dieckmann(at)katho-nrw.de

Jule Wevering, M.A., j.wevering(at)katho-nrw.de

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