Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen Catholic University of Applied Sciences

Versorgungsforschung im Alter - Ein Blick auf besondere Teilhabebarrieren

Medical School Berlin: (rechts) Jannah Herrlein, Anna Lena Römer, Christiane Rohleder, Lisa-Marie Verhaert und Barbara Schroer
Teilhabeforscherinnen (v. r.): Jannah Herrlein, Anna Lena Römer, Christiane Rohleder, Lisa-Maire Verhaert und Barbara Schroer auf der Fachtagung der DGGG in Berlin.

In eindrucksvoller Kulisse fand am 19. und 20.09.2019 die gemeinsame Fachtagung der Sektionen III und IV der Deutschen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie e.V. (DGGG), die unter dem Titel „Versorgung und Teilhabe“ stand, an der Medical School Berlin statt. Fünf Forscherinnen des Instituts für Teilhabeforschung präsentierten in diesen Tagen Projektergebnisse aus abgeschlossenen sowie laufenden Projekten.

Am Donnerstag stellte Jannah Herrlein, Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Abteilung Paderborn, in einem Panel zu gemeinwesenorientierten Konzepten und Methoden erste Erkenntnisse des Forschungsprojekts ReMigAS NRW vor.  

Unter der Leitung von Anna-Lena Römer, Promovierende aus der Abteilung Münster, fand am darauffolgenden Tag ein eigens von Vertreterinnen des Instituts gestaltetes Symposium „Versorgungsforschung im Alter – Ein Blick auf besondere Teilhabebarrieren“ statt, welches den Blick auf spezifische Belastungssituationen im Alter lenkte.

In einem ersten Beitrag präsentierte Lisa-Marie Verhaert, wissenschaftliche Koordinatorin des Instituts, zentrale Ergebnisse des Projekts PfADe. Die Vorstellung der Versorgungsdyaden von versorgenden Angehörigen von Menschen mit Demenz, die im Projekt identifiziert wurden, standen dabei im Fokus ihrer Ergebnisvorstellung. Sie beschrieb sechs typische Versorgungsdyaden, die stärker in den Blick der Gesundheitsförderung und Prävention genommen werden sollen.

Ein zweiter Vortrag von Jannah Herrlein und Fr. Dr. Ulrike Kuhn (Deutsches Institut für Sucht- und Präventionsforschung) fokussierte auf die physischen und psychischen Belastungen pflegender Angehöriger und den Konsum von Suchtmitteln als dysfunktionale Bewältigungsstrategie.

Daran anknüpfend thematisierte Fr. Prof. Dr. Christiane Rohleder die derzeitige „Versorgungssituation im Alter von Menschen mit einer lebensbegleitenden psychischen Beeinträchtigung aus Sicht von Leitungskräften gemeindepsychiatrischer Angebote“. Deutlich wurden die Schwierigkeiten einer rein professionellen Versorgung im Spannungsfeld von Eingliederungshilfe, Leistungen der Pflegeversicherung und Hilfen zur Pflege, wenn die informelle Ressource pflegender Angehöriger fehlt.

Abgerundet wurde das Symposium durch Barbara Schroer, ebenfalls Wissenschaftliche Mitarbeiterin aus Münster, die Einblick in das Projekt PiCarDi zur Situation von Menschen mit geistiger Behinderung im Alter und am Lebensende gab.

Auf der Fachtagung der DGGG kamen fast 300 Menschen aus verschiedenen Disziplinen der Versorgungsforschung und Pflege zusammen. Aus dem Austausch mit anderen Wissenschaftler_innen ergaben sich zahlreiche neue Impulse für die Forschung des Instituts für Teilhabeforschung.

 

Text und Foto:

Jannah Herrlein

Anna Lena Römer

Prof. Dr. Rohleder

Barbara Schroer

Lisa-Marie Verhaert

 

 

 

 

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