Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen Catholic University of Applied Sciences

Stadt, Land, … im Fluss – Vorstellung von Forschungsergebnissen auf der Fachtagung der DHG in Hamburg

Hamburg, 16./17. März 2017

Ein Forscherinnenteam des Instituts für Teilhabeforschung um Prof. Dr. Friedrich Dieckmann reiste zur Fachtagung der Deutschen Heilpädagogische Gesellschaft (DHG) nach Hamburg, um zentrale Forschungsergebnisse zur inklusiven Sozialplanung und der Partizipation von Menschen mit Behinderung im Quartier vorzustellen und im Rahmen eines Workshops zu diskutieren.

Die Tagung am 16./17. März widmete sich dem Thema „Quartiersentwicklung - Chance für behinderte Menschen mit komplexem Unterstützungsbedarf?“ und schließt damit an zentrale Projekte der Wohnforschung an, die aktuell und in den vergangenen Jahren an der Abteilung Münster durchgeführt wurden. In seinem Vortrag „Inklusive Sozialplanung im städtischen und ländlichen Raum – Anforderungen an die Kommunalpolitik“ widmete sich Prof. Dr. Dieckmann den aktuellen Herausforderungen von Kommunen hinsichtlich der Gestaltung, der Umsetzung, der Anforderungen der UN-BRK und des demografischen Wandels. Deutlich wurde, dass die Verantwortung für eine inklusive Ausgestaltung der Sozialplanung auf kommunaler Ebene liegt und diese die bisher stark separierten Bereiche der Alten-, Behindertenhilfe und Sozialpsychiatrie im Quartier vernetzen muss, damit für alle Menschen im Alter der Verbleib in der vertrauten Umgebung erfolgen kann. Den 200 Teilnehmer_innen wurden, basierend auf dem Forschungsprojekt SoPHiA (www.katho-nrw.de/sophia), Gestaltungsbausteine und Handlungsansätze einer inklusiven Sozialplanung vorgestellt sowie auf strukturelle Unterschiede zwischen ländlichen und städtischen Kontexten hingewiesen.

Konkret wurden diese Handlungsansätze von Michael Katzer und Bianca Rodekohr im Workshop „Partizipative Sozialplanung mit Menschen mit und ohne Behinderung“ mit Vertretern aus Wissenschaft, Mitarbeitenden sozialer Träger und Kostenträgern diskutiert und dabei die Zielgruppe der behinderten Menschen mit komplexem Unterstützungsbedarf in den Fokus genommen. Anhand des Prozesses einer inklusiv ausgestalteten Sozialplanung wurden die sozialräumliche Analyse als Basis für Planungen sowie Partizipationsmethoden und Formen von Beteiligungsprozessen vorgestellt und mit den Beteiligten diskutiert, um der Zielgruppe der Menschen mit komplexem Unterstützungsbedarf soziale und politische Teilhabe im Quartier zu ermöglichen.

 

Text: Bianca Rodekohr

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