Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen Catholic University of Applied Sciences

Selbstvertretung der Lebenshilfe NRW wirkt mit an Teilhabeforschung

Foto: Michael Katzer

Das BMBF-Projekt MUTIG (Modelle der Unterstützung der Teilhabe von Menschen mit geistiger Behinderung im Alter innovativ gestalten) hat eine Kooperationsvereinbarung mit dem Lebenshilfe-Rat NRW, der Selbstvertretung von Menschen mit Behinderung. Mitglieder des Lebenshilfe-Rats waren am 09.06.2018 zu Gast in Münster, um dem MUTIG-Team (Leitung: Prof. Dieckmann & Prof‘in Schäper) Rückmeldungen zu den Ergebnissen aus zwei Arbeitspaketen zu geben.

Im dritten Arbeitspaket des BMBF-Projekts MUTIG wurden Wohnsettings in Nordrhein-Westfalen und Bayern sowie in den Niederlanden, Dänemark und Norwegen empirisch evaluiert.  Auf der Basis von Interviews mit Leitungskräften, Mitarbeitenden und Nutzer/innen sowie mittels teilnehmender Beobachtung konnten innovative Bausteine zur Gestaltung der Unterstützung im Wohnen für ältere Menschen mit geistiger Behinderung herausgearbeitet werden. Gestaltungsvarianten waren im Mai bereits in einem Workshop von Anbieterseite bewertet worden. Nun diskutierten Nutzer/innen von ambulanten und stationären Wohndiensten wünschenswerte Unterstützungselemente.

Außerdem ist unter dem Titel „Wohnsituation Erwachsener mit geistiger Behinderung in Westfalen-Lippe und Umzüge im Alter“ ein erster Zwischenbericht erschienen (Download unter Veröffentlichungen, nach dem Link www.katho-nrw.de/teilhabeforschung). Dieser bildet die Verteilung Erwachsener mit geistiger Behinderung auf Wohnsettings und Umzüge älterer Menschen mit geistiger Behinderung in Westfalen-Lippe ab. Der Lebenshilfe-Rat NRW hatte sich mit den Ergebnissen befasst und sie im Hinblick auf Handlungsperspektiven ausgewertet. Die Rückmeldungen fließen in die Formulierung von Modellen für die Wohnunterstützung ein.

Das Projekt MUTIG wird vom BMBF im Forschungsprogramm SILQUA-FH gefördert.

Redaktion: Monika Höwelhans, m.hoewelhans(at)katho-nrw.de

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