Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen Catholic University of Applied Sciences

Mitglieder des Instituts veröffentlichen in zweiter Auflage des Buches Heilpädagogische Konzepte und Methoden - Orientierungswissen für die Praxis

Die zweite überarbeitete Auflage des Buches Heilpädagogische Konzepte und Methoden. Orientierungswissen für die Praxis herausgegeben von Prof. Heinrich Greving und Prof.‘in Sabine Schäper im Kohlhammer Verlag ist im Juli 2020 erschienen.

An der Entstehung des Werkes waren neben den genannten Professor_innen weitere Mitglieder des Instituts für Teilhabeforschung der Katholischen Hochschule NRW richtungsweisend beteiligt. Die überarbeitete Auflage umfasst im ersten Teil eine theoretische und ethische Grundlegung sowie im zweiten Teil konkrete Darstellungen und Diskussionen von heilpädagogischen Praxiskonzepten. Die Praxiskonzepte reichen dabei von klassischen genuinen Handlungskonzepten, wie der Heilpädagogischen Übungsbehandlung, über aktuelle Konzepte wie die Unterstützte Kommunikation und Peer-Beratung.

Das Buch ist dem ehemaligen Kollegen Prof. Dr. Dieter Gröschke gewidmet, der sich um die Disziplinentwicklung der Heilpädagogik über viele Jahre sehr verdient gemacht hat. Folgerichtig führt  Prof. Greving die Leser_innen unter Einbezug der Basisannahmen Dieter Gröschkes in die Grundlagen heilpädagogischen Handelns in aktuell kontingenten Handlungsfeldern ein. Prof.‘in Schäper schlägt daraufhin den Bogen zur spezifischen heilpädagogischen Berufsethik und diskutiert diese unter dem Primat der Praxis.

Der zweite Teil des Bandes entfaltet Konzepte und Methoden exemplarisch, zugleich aber mit dem Anspruch, eine Bandbreite an Handlungsfeldern zu adressieren. Barbara Schroer, Wissenschaftliche Mitarbeiterin des Instituts für Teilhabeforschung, stellt gemeinsam mit der ehemaligen lehrenden Kollegin Elke-Biene Deißler das Konzept der „Heilpädagogischen Übungsbehandlung“ in den Kontext aktueller Anforderungen einer heilpädagogischen Praxis in Form eines virtuellen Gesprächs.  Prof.‘in Barbara Ortland erarbeitet in ihrem Beitrag die Relevanz von sexueller Selbstbestimmung für Erwachsene mit Lernschwierigkeiten besonders in organisationalen Kontexten an Hand der in ihrem Forschungsprojekt entwickelten „Leitlinien gelingender sexueller Selbstbestimmung“ in Wohneinrichtungen der Eingliederungshilfe.

Grundlagen und Leitlinien sowie Überlegungen zur Verankerung der Unterstützen Kommunikation als Methode der Heilpädagogik in Einrichtungen der Eingliederungshilfe stellt die Promovendin Theresa Aßmann dar. Anna Roemer, Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Schwerpunkt Palliative Versorgung und hospizliche Begleitung von Menschen mit geistiger Behinderung, befasst sich in ihrem Beitrag mit den Herausforderungen im zunehmend bedeutsam werdenden Handlungsfeld der Peer-Beratung von und für Menschen mit geistiger Behinderung und ihrer Bedeutung für die Heilpädagogik als Profession.

Patrick Werth reflektiert als lehrender Heilpädagoge an der Abteilung Münster in seinen Ausführungen die Rolle der Heilpädagogik als professionelle Ergänzung in der Pflegekinderhilfe und stellt Pflegefamilien als Teilhabechance für benachteiligte Kinder und Jugendliche dar.

 

Kontakt:

Prof. Dr. Heinrich Greving

Prof. Dr. Sabine Schäper

 

Greving, Heinrich; Schäper, Sabine (Hrsg.) (2020): Heilpädagogische Konzepte und Methoden. Orientierungswissen für die Praxis. (2. Auflage). Kohlhammer: Stuttgart.

Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen 2020