Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen Catholic University of Applied Sciences

Menschen mit Behinderung in der Corona-Pandemie

 

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Die aktuellen Schwierigkeiten und Bedrohungen der Lebenssituation von Menschen mit Behinderungen und ihrer Unterstützer*innen, sei es Assistent*innen oder Angehörige, werden öffentlich bisher wenig wahrgenommen. Ein Teil von Menschen mit Behinderungen gehört zu den Gruppen mit einem Risiko für eine schwere Erkrankung. Insbesondere viele Menschen mit sog. geistiger Behinderung oder psychischen Beeinträchtigungen können die Kontakteinschränkungen und den Wegfall von Arbeit und Beschäftigung nicht so kompensieren wie andere Bevölkerungsgruppen. 

Diejenigen, die allein, zu zweit oder als Wohngemeinschaft in der eigenen Wohnung leben, benötigen auch tagsüber mehr Unterstützung und Kontaktzeiten mit Assistent/innen und Vertrauenspersonen.

In Wohnheimen mit ihren größeren Wohngruppen ist mit Spannungen und Konflikten zu rechnen aufgrund des dauernden engen Zusammenlebens, aufgrund unzureichender Beschäftigungsalternativen, aufgrund der Ängste vor Ansteckung und des Zutrittsverbots für Angehörige u.a. und oft eingeschränkter Möglichkeiten, nach draußen zu gehen. Im Wohnheim stellt sich besonders die Frage, wie bei einem Infektionsfall die Ausbreitung auf andere verhindert werden kann.

Viele Menschen mit sog. geistiger Behinderung leben bei ihren Angehörigen. Zusätzlich hat eine Reihe von Angehörigen Familienmitglieder mit Behinderung für die Zeit der Kontakteinschränkungen wieder in ihre Haushalte aufgenommen. Angehörige müssen neben ihrer Arbeit (auch bei Homeoffice) die komplette Unterstützung leisten. Beschäftigungsmöglichkeiten während des Tages fehlen.

Nicht zuletzt möchten wir aber auch darauf hinweisen, dass auch Menschen mit Behinderungen in diesen Zeiten Unterstützende für andere sein können, etwa durch Unterstützung beim Einkauf, kreative Ideen für andere oder einfach das Da-Sein füreinander im persönlichen Umfeld.

Wir hoffen, die Zusammenstellung von Handlungsempfehlungen und Beiträgen ist hilfreich, um Menschen mit Behinderungen umfassend in den Blick zu rücken und den besonderen Risiken, denen sie ausgesetzt sind, zu begegnen.

Wenn Sie Anregungen, Kommentare oder Rückfragen haben, nehmen Sie mit uns Kontakt auf:

Prof. Dr. Sabine Schäper (s.schaeper(at)katho-nrw.de)

Prof. Dr. Friedrich Dieckmann (f.dieckmann(at)katho-nrw.de)

Jule Wevering, M.A. Heilpädagogik (j.wevering(at)katho-nrw.de)

 

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