FIGEST - First Generation Studierende begleiten: Teilhabe durch Kompetenzstärkung

Fachhochschulen haben seit jeher einen hohen Anteil an Studierenden aus nicht-akademischen Familien. Der sozialen Herkunft kommt bei der Entscheidung für die Aufnahme eines Studiums, im Hinblick auf die erfolgreiche Absolvierung sowie in der Phase der beruflichen Orientierung, eine zentrale Rolle zu. Oftmals entstehen hier große - u. a. finanzielle und habituelle - Hürden, die es zu bewältigen gilt.

Das leitende Interesse des Pilotprojekts ist es daher, junge Menschen aus nicht-akademischen Haushalten - mit und ohne Migrationsgeschichte - konstruktiv darin zu unterstützen, ihre Entwicklungspotenziale gezielt entfalten zu können. Durch subjektdifferenzierende und diveristätssensible Ansätze wird der gesamte Bildungsprozess und dessen Übergänge - von der Schule, über die Hochschule, bis hin zur Einmündung in den Arbeitsmarkt (sowohl in die Praxis, als auch in die Wissenschaft) - unterstützend begleitet.

Ziel des Projektes ist es, Studienpionier*innen darin zu unterstützen,

  • reflektierte Entscheidungen für oder gegen ein Studium zu treffen,
  • sozialisationsbedingte Hemmnisse im Studieneinstieg und Studienverlauf zu bearbeiten und zu überwinden sowie
  • reflektierte Entscheidungen hinsichtlich individueller beruflicher Perspektiven (Praxis/Wissenschaft) zu ermöglichen.

 

Im Projekt werden die Bedarfe von First Generation Studierenden forschungsbasiert erfasst sowie bestehende Angebote evaluiert und projektbezogen weiterentwickelt. Eine kontinuierliche Begleitforschung und Evaluation stellt die Basis zur Weiterentwicklung und Etablierung der Angebote im Projekt dar.

In enger Kooperation mit außerhochschulischen Praxispartner*innen, wie beispielsweise Arbeiterkind.de, Coach e.V. und der Arbeitsagentur, werden zudem externe Perspektiven für die Weiterentwicklung des Hochschulangebots systematisch einbezogen. Die gewonnenen Befunde werden in die Gesellschaft transferiert.

Das Pilotprojekt ist in die Struktur des Transfernetzwerkes Soziale Innovation (s_inn) eingebettet, welches seit Anfang 2018 von der Katholischen Hochschule NRW (KatHo NRW) und der Evangelischen Hochschule Rheinland-Westfalen-Lippe (EvH RWL) aufgebaut und im Rahmen des Bund-Länder-Programmes „Innovative Hochschule“ gefördert wird.
Das Projekt ist auf eine Laufzeit von vier Jahren (2019-2022) angelegt.

Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen 2021