Shift Plus

Weiterentwicklung und Evaluation des Sucht-Hilfe-Familientrainings für drogenabhängige Eltern (2018-2021)

 

Das Projekt „SHIFT Plus“ basiert auf den Ergebnissen des Vorgängerprojektes „SHIFT-Elterntraining“, welches speziell für die Zielgruppe methamphetaminabhängiger Eltern konzipiert wurde. Das bestehende und ursprünglich in Sachsen und Thüringen implementierte „SHIFT“- (Suchthilfe-Familien-Training)-Programm hat sich in einer ersten Evaluation als wirksam im Bereich der Förderung des Erziehungsverhaltens sowie der Reduktion drogenbezogener Probleme erwiesen. Die bestehende Intervention wird nun für den gesamten Bereich der Abhängigkeit von illegalen Substanzen weiterentwickelt, um Module für Angehörige ergänzt und somit im Bereich Familienresilienz vertieft. Es wird dabei sowohl der Konsum von Opiaten, Cannabis und Stimulanzien als auch multipler Substanzkonsum und Mischkonsum berücksichtigt.

Interventionsmethodik

"SHIFT Plus" ist eine modularisierte Intervention von 10 Sitzungen. Inhaltlich und didaktisch orientiert sich die Intervention an aktuellen Forschungsergebnissen und bewährten sucht- und verhaltenstherapeutischen Techniken und Programmen. Jedes Modul behandelt ein bestimmtes Thema und besitzt eine Dauer von jeweils 90 Minuten. Es wird zu jeder Zeit darauf geachtet, dass sich alle Eltern unabhängig von der Altersgruppe ihres Kindes von den Inhalten angesprochen fühlen. In mindestens zwei Modulen sollen Angehörige und ggf. Kinder aktiv an der Intervention beteiligt werden.

Studienmethodik

Die Umsetzung von „SHIFT Plus“ erfolgt bundesweit an insgesamt 10 Praxisstandorten in Zusammenarbeit mit der Sucht- und Jugendhilfe. Im Rahmen eines randomisiert-kontrollierten Forschungsdesigns wird die Intervention in Bezug auf Akzeptanz und Wirksamkeit umfangreich überprüft.

Die Überprüfung der Wirksamkeit des „SHIFT Plus“-Elterntrainings erfolgt anhand standardisierter Fragebogenverfahren zu drei Messzeitpunkten (prä, post, 6-Monats-Katamnese). 

Primäre Outcome-Variablen der Wirksamkeitsevaluation beziehen sich auf eine Optimierung des Elternverhaltens im Hinblick auf förderliche und dysfunktionale Erziehung, die Stärkung von Familienfunktionalität und –resilienz sowie die Reduktion elterlichen Substanzkonsums und Förderung von Abstinenz. Sekundäre relevante zu erwartende Effekte betreffen die Reduktion kindlicher Verhaltensprobleme, das elterliche Stresserleben sowie psychische Belastungen der Eltern.

Die Prozessevaluation erfolgt anhand qualitativer und quantitativer Einschätzungen von teilnehmenden Eltern sowie durchführenden Trainern. Praktikabilität und Akzeptanz der Intervention sowie Zufriedenheit mit den Inhalten werden dabei im Zuge der initialen Implementierung (formativ) sowie nach Abschluss der Gesamtintervention (summativ) evaluiert.

Ergebnisse

Erste Ergebnisse werden ab 2020 erwartet.

Publikationen

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Kongressbeiträge

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Förderung

Bundesministerium für Gesundheit

Förderzeitraum: 01.10.2018 – 31.03.2021

Förderkennzeichen: ZMVI1-2518DSM214

Projektleitung

Prof. Dr. Michael Klein

E-Mail: mikle(at)katho-nrw.de  |  Tel.: +49 (0)221-7757-156

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Dr. Diana Moesgen, M. Sc., Psychologische Psychotherapeutin

E-Mail: d.moesgen(at)katho-nrw.de  |  Tel. +49 (0)221 -7757173

 

Dipl.-Psych. Janina Dyba

E-Mail: j.dyba(at)katho-nrw.de  |  Tel.:  +49 (0)221-7757-178)

Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen 2021