Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen Catholic University of Applied Sciences

Projekt OSHI-PA auf nationalen Kongressen vertreten

Das Institut für Teilhabeforschung war im September und Oktober 2018 durch Wolfgang Thiems auf mehreren nationalen Kongressen vertreten, um das Projekt OSHI-PA vorzustellen.

Ziel des Projektes ist die Entwicklung einer APP für pflegende Angehörige in der Selbsthilfe und wird derzeit von dem Verein „wir pflegen e.V.“ realisiert. Unter der Leitung von Frau Prof. Dr. Liane Schirra-Weirich wird die wissenschaftliche Begleitung und Evaluation des Projektes am Institut für Teilhabeforschung durchgeführt.

Unter dem Motto „Vielfalt des Alterns: biomedizinische und psychosoziale Herausforderungen“ fand an der Universität zu Köln vom 06. bis 08. September 2018 der Gerontologie und Geriatrie Kongress statt. In diesem Kongress sollten Fragen einer alternden Gesellschaft aus unterschiedlichen Fachrichtungen bearbeitet, Herausforderungen aufgedeckt und Lösungsmöglichkeiten vorgestellt werden.

In dem Symposium „Umgang mit vielfältigen Herausforderungen in Versorgung und sozialer Teilhabe - Risiken und Chancen“, dass von Prof. Dr. Liane Schirra-Weirich geleitet wurde, stellte Wolfgang Thiems erste Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitung vor. Der thematische Schwerpunkt lag zum einen darauf, sich mit den Herausforderungen pflegender Angehöriger auseinanderzusetzen. Zum anderen konnten die Chancen, die in einer APP für pflegende Angehörige liegen können, dargelegt werden.

Kongress für Akteure unterschiedlicher Organisationen

Ein weiterer Kongress, an dem Wolfgang Thiems teilnahm, war der Deutsche Kongress für Versorgungsforschung, der vom 10. bis 12. Oktober in Berlin stattfand. Unter dem Motto „Personenzentriert forschen, gestalten und versorgen“ waren Interessierte unterschiedlichster Professionen eingeladen, über die Bedeutung der Beteiligung der Betroffenen bei der Versorgung und der Forschung zu diskutieren. Der Kongress richtete sich also nicht nur an universitäre und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, sondern auch an Vertreter_innen von Patienten- und Selbsthilfeorganisationen und weitere Mitarbeitende aus dem Gesundheitswesen und der Pflege. In einem Postervortrag stellte Wolfgang Thiems Bedarfe und Wünsche der pflegenden Angehörigen in Bezug auf die APP haben, vor. Diese wurden im Rahmen der wissenschaftlichen Begleitung zuvor in Fokusgruppen und einem Online-Fragebogen erhobenen. Der partizipative Ansatz des Projektes wurde bei dem Postervortrag in den Vordergrund gestellt.

Die Zukunft der Menschen mit Demenz positiv gestalten

Vom 18. bis 20. Oktober nahm Wolfgang Thiems an dem 10. Kongress der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e.V. Selbsthilfe Demenz teil. Unter dem Motto „Demenz - Gemeinsam Zukunft gestalten“ sollten bei dem Kongress Ansatzpunkte, die die Situation von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen verbessern können, aufgegriffen werden. Die Wünsche und Erfahrungen dieser Personengruppen standen dabei im Fokus. Ein Schwerpunktthema lag dabei auf der Entwicklung neuer Technologien und den daraus entstehenden Möglichkeiten für die Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen. In dem Symposium „Online-Angebote für Angehörige“ stellte Wolfgang Thiems den partizipativen Charakter des Projektes OSHI-PA heraus. Außerdem konnte ein Brückenschlag zu einem weiteren Schwerpunktthema, der sozialen Teilhabe, geschlagen werden, indem präsentiert wurde, welche Unterstützungs- und Entlastungsmöglichkeiten in einer APP für die pflegenden Angehörigen stecken können.

Es hat sich bei dieser Veranstaltung herausgestellt, dass eine APP anschlussfähig an andere Formen der virtuellen Selbsthilfe ist und der Bedarf an einer APP bei pflegenden Angehörigen vorhanden ist.

 

Neben der Vorstellung des eigenen Projektes boten die Veranstaltungen Möglichkeit des inhaltlichen Austausches und verdeutlichten, welche Möglichkeiten auch für pflegende Angehörige durch virtuelle Selbsthilfe bestehen können, aber auch, dass in dem Bereich noch Handlungsbedarf besteht, insbesondere in der Einbeziehung der Personengruppe.

Die finanzielle Förderung des Projekt OSHI-PA erfolgt durch das Bundesministerium für Gesundheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages durch die Bundesregierung.

 

Redaktion: Wolfgang Thiems, w.thiems(at)katho-nrw.de

Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen 2019