Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen Catholic University of Applied Sciences

Warum gibt es SHIFT und SHIFT Plus?

 

Neueste Forschungsergebnisse aus Deutschland und den USA haben ergeben, dass Familien, in denen illegale Drogen eine Rolle spielen, häufig Schwierigkeiten in den folgenden Bereichen erleben:

 

·       Umsetzungen einer konsequenten und für die Kinder vorhersehbaren Erziehung

 

·       Auseinandersetzungen in der Partnerschaft und Trennungen

 

·       Probleme, alltäglichen Verpflichtungen nachzukommen, z.B. in Zusammenhang mit der Versorgung ihrer Kinder

 

·       Überforderung in der Erziehung und andere Probleme im Umgang mit den Kindern

 

·       Schuldgefühle gegenüber den Kindern und der Familie

 

·       Trennungserlebnisse von den Kindern (z.B. durch stationäre Aufenthalte oder Inobhutnahmen)

 

·       Rückfälle

 

Am ursprünglichen SHIFT-Programm, welches vor ca. 2 Jahren durchgeführt wurde, haben zunächst nur Eltern teilgenommen, die Crystal Meth nehmen. Diesen Eltern hat das Training sehr viel gebracht! Die teilnehmenden Eltern zeigten insgesamt ein positiveres Erziehungsverhalten und sie konnten Zuversicht entwickeln, entsprechenden Schwierigkeiten zu begegnen. Zudem gab es positive Effekte auf die Reduktion von Substanzkonsum und weniger Probleme, die mit Drogen zu tun hatten.  Allen Teilnehmenden hat SHIFT sehr gut gefallen.

 

Vor dem Hintergrund dieser positiven Ergebnisse ist nicht nur eine Verbesserung der Versorgung von Kindern aus Familien, in denen Crystal Meth konsumiert wird, sondern für den gesamten Bereich der Abhängigkeit von illegalen Substanzen erwünscht. Deshalb wird SHIFT+ entwickelt, um auch Eltern in ihrem Zusammenleben mit ihrer Familie und besonders ihren Kindern zu unterstützen, bei denen der Konsum von Opiaten, Cannabis, Kokain, anderen Stimulanzien als auch multipler Substanzkonsum und Mischkonsum eine Rolle spielt.

Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen 2019