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Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen Catholic University of Applied Sciences

dip

Das Deutsche Institut für angewandte Pflegeforschung e.V. (DIP) ist ein Institut an der Katholischen Hochschule NRW mit Sitz in Köln und einem weiteren Standort in Vallendar. Gegründet wurde das Institut im November 1999 als gemeinnütziges Pflegeforschungsinstitut der katholischen Hochschulen in Deutschland sowie katholischer Verbände. Seit der Gründung wurden rund 125 Projekte im Gesamtvolumen von mehr als 13 Mio. Euro aus allen Bereichen des Pflege- und Gesundheitswesens entwickelt und bearbeitet. Das DIP wird nicht grundgefördert und finanziert sich ausschließlich aus eingeworbenen Projekt- und Auftragsmitteln.
Mittlerweile ist das DIP eines der erfolgreichsten Pflegeforschungsinstitute in Deutschland. Die Ergebnisse der Forschungen werden breit in den Medien diskutiert und von der Politik genutzt, um Maßnahmen der Entwicklung abzuleiten. Aktuell arbeiten rund 15 Personen im Institut.

Zum Angebot des DIP gehört das gesamte Spektrum der Forschung, Entwicklung, Evaluation, Beratung, wissenschaftlichen Begleitung und Gutachtenerstellung im Pflege- und Gesundheitswesen. Zu den Auftraggebern und Kooperationspartnern gehören Bundes- und Landesministerien, Stiftungen, Träger von Einrichtungen im Gesundheitswesen, Kranken- und Pflegekassen, Verbände, Kommunen, Hochschulen, wissenschaftliche Institute, Oberlandes- und Landesgerichte sowie weitere Einrichtungen und Organisationen. 

Es existieren drei Abteilungen im DIP, die vom geschäftsführenden Vorstand geleitet und verantwortet werden. Die Abteilung I, Pflegebildungsforschung, unter der Leitung von Prof. Gertrud Hundenborn, entwickelt, erprobt und evaluiert Bildungskonzepte und erstellt darüber hinaus Gutachten im gesamten Bereich der Gesundheits- und Pflegebildung. Die Abteilung II, Pflegeprävention, -beratung und neue Technologien, unter der Leitung von Prof. Dr. Frank Weidner, bündelt die Kompetenzen des Instituts in Sachen Gesundheitsförderung, Prävention und Beratung sowie Technologisierung und Digitalisierung und bearbeitet dabei u.a. Projekte für ältere Menschen und pflegende Angehörige sowie innovative kommunale Konzepte der Pflegestrukturentwicklung. Die Abteilung III wird von Prof. Dr. Isfort geleitet. Dort werden die vielfältigen Fragen von Pflegearbeit und -beruf bearbeitet. Dazu gehört auch die Durchführung repräsentativer Studien zur Patientenversorgung und Personalsituation wie das bundesweit bekannte Pflege-Thermometer, das zweijährlich erscheint. Ebenso wurden in dieser Abteilung u.a. in den letzten Jahren die Landesberichterstattungen für Gesundheitsberufe in NRW erstellt, die die Grundlage für die Ausbildungsplatzplanung in den Berufen darstellen.

Projekte bzw. Mitarbeiter des DIP wurden für ihre herausragende Arbeit im Bereich der Pflegeentwicklung und Pflegewissenschaft auf Landes- und Bundesebene mehrfach ausgezeichnet. So wurde Prof. Hundenborn in 2008 mit dem Verdienstordnen des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet. Prof. Weidner wurde in 2013 und Prof. Isfort in 2017 mit dem Deutschen Pflegepreis ausgezeichnet. Die Pflegewissenschaftlerin Anne Gebert vom Team des DIP wurde mit Projektpartnern vom Fraunhofer-Institut IESE in Kaiserslautern und der CIBEK GmbH für ein Projekt mit dem renommierten Fraunhofer-Preis „Technik für den Menschen“ in 2017 ausgezeichnet.

Heute sind die Katholischen Hochschulen in Nordrhein-Westfalen, in Freiburg, Mainz, München und die Philosophisch Theologische Hochschule in Vallendar sowie der Deutsche Caritasverband, der Katholische Krankenhausverband Deutschlands und der Katholische Pflegeverband satzungsgemäße Mitglieder des Instituts, die den Verwaltungsrat bilden.

Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen 2018