Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen Catholic University of Applied Sciences

Pilot-Seminar: Politische Praxis Sozialer Arbeit (26.06.2019, Aachen)

Das ehemalige Landesstraßenbauamt an der Adenauerallee - eine verpasste Chance für den Aachener Wohnungsmark?

Im Rahmen unseres ersten Seminars zur politischen Praxis der Sozialen Arbeit setzen wir, Studierende der KatHO Aachen, uns konkret und mit gutem Grund für bezahlbaren Wohnraum in Aachen ein.

Mit dem Titel: „Wohnen bald ein Privileg? Keine Spekulation mit Grundrechten – Bezahlbarer Wohnraum für alle!“ rufen wir in unserer Online-Petition zur Unterstützung unseres Anliegens auf. Grund dafür sind die unverschämt hohen Mieten im Stadtgebiet, weswegen für Geringverdiener_innen, Rentner_innen und Studierende die gesellschaftliche Teilhabe zunehmend erschwert wird. Soziale Gerechtigkeit und Umsetzung der Grundrechte sind maßgeblich in der Berufsethik der Sozialen Arbeit verankert.

Nachfolgende unsere Stellungnahme und der Link zur Online-Petition.

Wohnen bald ein Privileg?

Keine Spekulation mit Grundrechten - bezahlbarer Wohnraum für alle!

Das Recht auf Wohnen ist ein Grundrecht. Diese Meinung vertreten nicht nur wir, die Studierenden der Katholischen Hochschule Aachen, sondern auch das Grundgesetz.

Wie aber in beinahe jeder größeren Stadt ist auch in Aachen momentan dieses Grundrecht stark bedroht. Bezahlbarer Wohnraum ist hier Mangelware.

Diese Situation ist für uns, als Studierende der Sozialen Arbeit, aus ethischen Gründen nicht länger hinnehmbar. Wir stehen für Menschenrechte, Chancengleichheit und gesellschaftliche Teilhabe aller Menschen. Durch hohe Mieten, drohenden Wohnungsverlust oder Verdrängung in Randgebiete werden diese Grundlagen (für ein menschenwürdiges Leben) maßgeblich gefährdet.

Wohnungen, die den Bedürfnissen von jungen Familien, älteren Menschen, Bezieher_innen niedriger Einkommen und auch Studierenden entsprechen, gibt es immer weniger im Aachener Stadtgebiet. Aktuellen Studien zufolge wird es bis 2035 einen Mangel von circa 10.000 entsprechenden Wohnungen geben (Aachener Nachrichten). Die Gründe hierfür sind vielfältig und reichen von zu wenig  sozialem Wohnraum über unverschämt hohe Mieten, bis hin zu Spekulationen mit Leerständen.

Ein Beispiel hierfür ist das ehemalige Landesstraßenbauamt Ecke Adenauerallee und Karl-Marx-Allee. Das 3000 m² große Gebäude steht seit über 6 Jahren leer und soll nach Angaben des Eigentümers, dem Land NRW, höchstbietend verkauft werden. Eine weitere verpasste Chance, den Wohnungsmarkt in Aachen zu entspannen. 

Auf diese Problematik sowie die generelle Wohnungssituation wollen wir aufmerksam machen und fordern: Bezahlbaren Wohnraum für alle!

Wir bitten Sie: Unterstützen Sie die Forderung nach bezahlbarem Wohnraum! Unterzeichen Sie unsere Petition und verleihen ihr damit mehr Gewicht. 

Ganz nach dem Motto: "Bezahlbar ist die halbe Miete"

Die Studierenden des Seminars "Politische Praxis" der KatHO NRW Abt. Aachen, in Kooperation mit dem Studierendenparlament der KatHO Aachen

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