Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen Catholic University of Applied Sciences

 

Abschlussbericht Zertifikats-Fortbildung zur Kinderschutzfachkraft (26.05.2017, Aachen)

Der Fortbildungskurs "Kinderschutzfachkraft" 2017 / Foto: Nadine Schröder

Für ihren letzten Fortbildungstag am 11.05.2017 erarbeiteten die 19 Teilnehmer*innen mit viel Engagement und Einsatz ihre Kinderschutzkonzepte. Mit der Präsentation der Konzepte wurde die diesjährige zertifizierte Fortbildung zur Kinderschutzfachkraft an der Katholischen Hochschule NRW, Abteilung Aachen erfolgreich abgeschlossen.

Diese Konzeptarbeit gehört - wie auch die Falldokumentation mit anschließender kollegialer Beratung - zu den zwei praxisbezogenen Vertiefungsphasen der Fortbildung zur Kinderschutzfachkraft an der KatHO NRW. In diesen Phasen übertrugen die Teilnehmer*innen, die im Rahmen der sechs Präsenzveranstaltungen erlernten theoretischen Inhalte auf ihre praktischen Tätigkeiten und festigten so ihr professionelles Selbstverständnis als Kinderschutzfachkräfte. Mit der Konzeptentwicklung leisten die Teilnehmer*innen einen zentralen Beitrag zum Transfer der Fortbildungsinhalte in die Praxis und zur Umsetzung des Kinderschutzauftrages in den jeweiligen Institutionen. Die im Rahmen der Abschlussveranstaltung präsentierten Konzepte entwickelten die Teilnehmer*innen ausgehend von erkannten aktuellen und individuellen Bedarfslagen ihrer Praxis in Gruppenarbeit. Im Rahmen der Konzepte beschäftigten sie sich mit

  • der Implementierung des Kinderschutzes in Einrichtungen
  • der Gestaltung  der Familienarbeit in der Gefährdungseinschätzung und bei der Abwendung der Gefährdung
  • der Vorbereitung eines Beratungsgespräches mit einer insoweit erfahrenen Fachkraft
  • der Gestaltung der Beratung durch die insoweit erfahrene Fachkraft
  • der Prozessgestaltung bei der Gefährdungseinschätzung im Kinderschutz in der ambulanten Familienhilfe
  • einem Kinderschutzkonzept für die Fachdienste des Diakonischen Werks in Altenkirchen
  • einem institutionellen Schutzkonzept zur Erstellung einer Risikoanalyse.

Während der Präsenztage zwischen Oktober 2016 und Mai 2017 qualifizierten sich die Teilnehmer*innen hinsichtlich des Umgangs mit möglichen Kindeswohlgefährdungen und erwarben umfangreiche theoretische Kenntnisse für die Arbeit im Kinderschutzkontext. Dabei beschäftigten sie sich unter anderem mit aktuellen Charakteristika des Aufwachsens von Kindern und Jugendlichen, mit den gesetzlichen Grundlagen und Veränderungen in Fragen des Kinderschutzes sowie auch mit konzeptionellen und methodischen Grundlagen professionellen Handelns in diesem Kontext. Zudem eigneten sich die Teilnehmer*innen Grundlagen des Erkennens und Beurteilens von Kindeswohlgefährdung an, beschäftigten sich mit Kindeswohlgefährdung aus medizinischer Sicht sowie der Bedeutung und den Grundlagen gelingender Kooperation im Kinderschutzkontext.

Die Teilnehmer*innen der Fortbildung kamen aus unterschiedlichen Handlungsfeldern der Sozialen Arbeit, verfügten über unterschiedliche berufliche Qualifikationen und waren sowohl bei freien, wie auch bei öffentlichen Trägern beschäftigt. Hierdurch wurde neben dem handlungsfeldübergreifenden und interdisziplinären Austausch auch der Ausbau von Netzwerken und Kooperationsbeziehungen ermöglicht und gefördert.

Im Oktober 2017 startet der nächste Fortbildungskurs. Informationen hierzu erhalten Sie hier.

Bei inhaltlichen Fragen zur Fortbildung wenden Sie sich bitte an Prof.‘in Dr. Verena Klomann unter 0241/60003-42 oder v.klomann(at)katho-nrw.de.

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