Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen Catholic University of Applied Sciences

 

Forschungsbeiträge der KatHO NRW auf der 32. International Conference of Alzheimer’s Disease in Kyoto (11.05.2017, KatHO NRW)

Vom 26. bis 29. Mai 2017 fand in Kyoto, Japan, die weltweit größte internationale Alzheimer-Konferenz (www.adi.org) statt. Die KatHO NRW war durch Professorinnen des Deutschen Instituts für Sucht- und Präventionsforschung (DISuP) und des Instituts für Teilhabeforschung vertreten.

Auf zwei Posterpräsentationen wurden Projekte des Instituts für Teilhabeforschung durch Prof. Dr. Liane Schirra-Weirich vorgestellt. Dabei handelt es sich um die Projekte DemenzNetz StädteRegion Aachen: Case-Management für Menschen mit Demenz und deren versorgende Angehörige und INREGA_DEM - Inanspruchnahme und Nutzbarkeit vorhandener Angebotsstrukturen für Menschen mit Demenz in der StädteRegion Aachen. Die Posterpräsentation What professional experts think about sustainability of dementia care and support structures in rural areas. Findings from an explorative expert survey stellt die Ergebnisse einer Delphi-Befragung zu Versorgungsstrukturen in ländlichen Räumen aus Sicht von ExpertInnen vor. Eine weitere Posterpräsentation Focus Groups with family caregivers of people with dementia: Methodocial and ethical questions diskutiert methodologische und ethische Gesichtspunkte der Durchführung von Fokusgruppen mit versorgenden Angehörigen. Gegenwärtig liegen wenige empirische Forschungsergebnisse zur Situation der Versorgung von Menschen mit Demenz und ihren versorgenden Angehörigen im ländlichen Raum vor. Beide Poster fokussieren den ländlichen Raum als besondere Herausforderung für die Entwicklung und den Ausbau von Versorgungsstrukturen in der Demenzversorgung und leisten damit einen Beitrag zum Schließen der Forschungslücke.

Ebenfalls internationale Beachtung fanden Ergebnisse aus „Sucht im Alter“-Projekten des Deutschen Instituts für Sucht- und Präventionsforschung DISuP. Bei insgesamt nur wenigen ReferentInnen aus dem deutschsprachigen Raum wurden Ergebnisse aus den Projekten SLAAC und Alters-CM3 hinsichtlich des Zusammenhangs zu kognitiven Veränderungen und Demenzrisiken auf der Posterpräsentation "Alcohol and drugs as relevant risk factors on cognitive impairment and dementia: What we know and what we can do" von Prof. Dr. Hoff diskutiert. Bisher werden nicht nur die Bereiche Suchthilfe und Altenpflege zu getrennt gedacht; auch die Sensibilisierung der Demenzforschung und -praxis hinsichtlich suchtkranker KlientInnen und vice versa gilt es zukünftig zu verbessern. Dies wurde auch daran deutlich, dass der genannte Beitrag der einzige suchtspezifische Beitrag auf diesem bedeutenden internationalen Kongress der Demenzforschung war.

Kontakt:
Prof. Dr. Tanja Hoff
t.hoff(at)katho-nrw.de

Prof. Dr. Liana Schirra-Weirich
l.schirra-weirich(at)katho-nrw.de

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