Schüler fragen Chefs (16.03.09, Münster)

Über die Studiengänge Soziale Arbeit und Heilpädagogik informierten Dekanatsreferentin Sara Feierabend und Prof. Dr. Dieter Gröschke.

Der Sozialarbeiter und Sozialpädagoge berät und informiert, plant und organisiert Hilfeprozesse, begleitet und unterstützt Menschen bei der Bewältigung der an sie gestellten Aufgaben, erläuterte Sara Feierabend.

40 Plätze werden in jedem Jahr für das Studienfach Heilpädagogik vergeben, auf die sich in der Regel sechs- bis neunmal so viele Interessenten bewerben, führte Prof. Dr. Dieter Gröschke aus.

Berufsinformation der Rotary Clubs Münster an der KatHO NRW - Münster


„Schüler fragen Chefs“ hieß es am Dienstag, 24. Februar 2009, in der Katholischen Hochschule (KatHO NRW) Münster. Eingeladen hatten die Rotary Clubs Münster zu einer Berufsinformation. Die „Chefs“ waren in diesem Fall Diplom-Sozialarbeiterin und Dekanatsreferentin Sara Feierabend und Professor Dr. Dieter Gröschke. Sie standen Rede und Antwort und informierten die Schülerinnen und Schüler über die Bachelorstudiengänge Soziale Arbeit und Heilpädagogik.

Das „K-Kriterium“

„Sie müssen nicht katholisch sein, um an der KatHO zu studieren“, erläuterte Professor Gröschke. Vorausgesetzt werde allerdings die Bereitschaft, „sich intensiv mit dem christlichen Menschenbild auseinanderzusetzen.“ Gröschke charakterisierte die „KatHO als Hochschule mit einem anerkannt guten Studienprofil.“ Es sei eine kleine, übersichtliche Hochschule, in der sich Studierende und Lehrende kennen: „Massenveranstaltungen finden Sie hier nicht.“ 160 Erstsemester beginnen in jedem Jahr ihr Studium. Und die Studienplätze sind äußerst begehrt.

 

Soziale Arbeit – Anwalt für den Klienten sein

In der Sozialen Arbeit stehen 120 Studienplätze zur Verfügung, auf die sich rund 500 junge Menschen bewerben. Entscheidend für eine Zulassung ist nicht nur die Note des Schulabschlusses, sondern auch das Engagement des Einzelnen. Ein dreimonatiges Praktikum im sozialen Bereich wird vorausgesetzt.

Sara Feierabend informierte die Schülerinnen und Schüler über die Kompetenzen, die während des sechssemestrigen Studiums erworben werden. „Die Erwartungen an den Einzelnen sind sehr hoch, was dieser können soll und meist auch kann“, weiß die Dekanatsreferentin. Der Sozialarbeiter und Sozialpädagoge berät und informiert, plant und organisiert Hilfeprozesse, begleitet und unterstützt Menschen bei der Bewältigung der an sie gestellten Anforderungen. Interesse an politischen und gesellschaftlichen Prozessen sind für diese Tätigkeiten unabdingbar, denn „Sozialpädagogen und Sozialarbeiter sollten auch Anwälte für ihre Klienten sein.“

Das Berufsspektrum ist sehr weit gefasst. Arbeitsfelder sind in der Gesundheitsförderung und –rehabilitation, der Alten-, Kinder-, Jugend- und Familienarbeit, der Beratungstätigkeit sowie der Bildungs-, Freizeit- und Kulturarbeit. Ein besonderes Qualitätsmerkmal der KatHO NRW sei die starke Praxisorientierung des Studiums, strich Sara Feierabend heraus. Das beginnt mit dem Studieneingangsprojekt, in dem die Studierenden eigenständig ein Thema erarbeiten, und setzt sich mit dem Praktikum während des gesamten fünften Semesters fort. Dieses Praktikum bietet auch die Möglichkeit, Auslandserfahrungen zu sammeln und erste Berufserfahrungen zu sammeln.

 

Heilpädagogik – Solidarisch fühlen für Menschen mit Behinderungen

„Unsere Heilpädagogen sollen für die ganze Breite der Praxis ausgebildet werden und für alle professionellen Arbeitsfelder gerüstet sein“, erläuterte Prof. Dr. Dieter Gröschke. 40 Studienplätze werden in jedem Jahr vergeben, für die in der Regel sechs- bis neunmal so viele Bewerbungen eingehen. Ein striktes Auswahlverfahren entscheidet, welche Bewerber zugelassen werden.

Auch bei der Heilpädagogik ist nicht nur die Schulnote ausschlaggebend für eine Zulassung. Ein zwölfmonatiges einschlägiges Praktikum wird vorausgesetzt, damit die Bewerber bereits vor Antritt des Studiums ausreichend Erfahrungen in dem künftigen Beruf sammeln können. „Sie werden später mit Menschen mit Behinderungen arbeiten und sollten sich intensiv solidarisch mit diesen Menschen fühlen“, führte Gröschke aus. Das einjährige Praktikum soll einen Einblick geben, was das in der Praxis bedeutet.

Der Professor für Heilpädagogik konstatierte einen „großen Bedarf an akademisch ausgebildeten Fachkräften.“ Die starke Praxisorientierung prägt auch das Studium der Heilpädagogik. Berufsfelder finden Heilpädagogen in erster Linie in der außerschulischen Behindertenhilfe sowie in der Erziehungshilfe. Eingesetzt werden sie in Kindergärten, Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe sowie der Erwachsenenhilfe beispielsweise in Werkstätten oder Wohnbereichen.

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