Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen Catholic University of Applied Sciences

Berufliche Perspektiven

Tätigkeitsfelder

SozialarbeiterInnen beschäftigen sich mit gesellschaftlichen Barrieren, sozialen Ungleichheiten und Ungerechtigkeiten, mit Krisen- und Notsituationen. Sie arbeiten mit Einzelpersonen, Familien, Gruppen oder Institutionen. Sie planen, organisieren und managen soziale Unterstützung oder arbeiten in der Forschung zu sozialen Fragen. Ob die Tätigkeitsmerkmale eher im Bereich Beratung, Erziehung, Alltagsunterstützung, Organisation oder Verwaltung liegen, ist von Job zu Job unterschiedlich.

Den AbsolventInnen des Bachelorstudiengangs Soziale Arbeit stehen zahlreiche Möglichkeiten in den Berufsfeldern der Sozialen Arbeit offen. Diese reichen von anspruchsvollen Tätigkeiten wie beispielsweise der offenen und stationären Kinder- und Jugendhilfe, dem expandierenden Bereich der Gesundheits- und Altenhilfe bis hin zu Beratungstätigkeit und Bildungsarbeit mit unterschiedlichen Zielgruppen.

Berufsperspektive

Pauschale Aussagen zur Berufsperspektive für AbsolventInnen der Sozialen Arbeit sind schwer möglich. Die Statistik für das Berufsfeld „Sozial- und Erziehungsberufe“ des Instituts für Arbeitsmarkt- und berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit zeigt, dass die Zahl der Sozialversicherungsbeschäftigten in den vergangenen zehn Jahren kontinuierlich gestiegen ist, und dass die Arbeitslosenzahl in dem Berufsfeld seit 2008 sinkt.

Eine genauere Einschätzung kann die so genannte Verbleibstudie geben, die die KatHO NRW 2011 durchgeführt hat: In dieser hat sie untersucht, wie der Berufseinstieg bzw. der berufliche Werdegang der BachelorabsolventInnen der KatHO NRW aussieht. Etwa ein bis zwei Jahre nach ihrem Studienabschluss wurden diejenigen AbsolventInnen befragt, die – nach der Umstellung der Studiengänge von Diplom auf Bachelor/Master –  als erste an der KatHO NRW einen Bachelor-Abschluss ablegten – und zwar in den Fächern Soziale Arbeit, Heilpädagogik, Bildung und Erziehung im Kindesalter und Religionspädagogik. Rund die Hälfte der knapp 500 AbsolventInnen hat sich an der Studie beteiligt.

Das Ergebnis in Kürze (mit gerundeten Zahlen):

  • 65 Prozent der AbsolventInnen gehen nach ihrem Bachelor-Studium einer Erwerbstätigkeit nach, der Großteil in dem von ihnen angestrebten Berufsfeld (62 Prozent).
  • 30 Prozent der AbsolventInnen entschieden sich für ein Aufbaustudium.
  • Nur vier Prozent der AbsolventInnen gingen nach Abschluss des Studiums keiner direkten Erwerbstätigkeit nach.
  • Durchschnittlich verschickten die AbsolventInnen sieben Bewerbungen bis sie eine Anstellung fanden.
  • Die Beschäftigungssuche dauerte durchschnittlich weniger als zwei Monate.
  • Der Großteil der AbsolventInnen bezeichnet ihre Position als „Basiskraft“. 14 Prozent gaben an, in einer Leitungsposition zu arbeiten.
  • 76 Prozent der AbsolventInnen traten eine befristete Stelle an.
  • 53 Prozent der AbsolventInnen arbeiten als Volllzeitkraft.
  • Das durchschnittliche Brutto-Monatsgehalt der KatHO-AbsolventInnen bei einer Vollzeitstelle lag bei 2.160 Euro. Laut HIS-Studie (Hochschul-Infomations-System GmbH) verdienten AbsolventInnen der Sozialen Arbeit 2009 durchschnittlich 1.996 Euro.
  • 36 Prozent der Anstellungsträger sind in kirchlicher Trägerschaft.
  • 36 Prozent der AbsolventInnen gaben an, mit Jugendlichen zu arbeiten, 31 Prozent mit Erwachsenen, 21 Prozent mit Kindern, 10 Prozent mit älteren Menschen.
  • 29 Prozent der Beschäftigen sind in der Beratung tätig, 20 Prozent arbeiten in der Heimerziehung, 17 Prozent in der Familienhilfe, 11 Prozent im Bereich Berufsförderung und Prävention.

Die ausführlichen Ergebnisse der Studie können Sie hier nachlesen.

Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen 2014