Die Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen trauert um Heinz Gerlach, der am 21. Januar 2012 im Alter von 88 Jahren verstorben ist. Heinz Gerlach war von 1971 bis 1989 hauptamtlich und bis 2002 nebenamtlich als Dozent für Techniken beruflichen Handelns und Medienpädagogik an unserer Hochschule tätig.
Nach seiner Rückkehr aus der Gefangenschaft und Ergänzungsprüfung zum Kriegsabitur an der Philosohisch-Theologischen Hochschule Bamberg absolvierte Heinz Gerlach seit 1949 die Ausbildung zum Wohlfahrts- und Jugendpfleger, die er 1951 mit seiner staatlichen Anerkennung abschloss. Es folgten Tätigkeiten als Heimleiter am Ketteler-Lehrlingsheim Dortmund und an Heimstatt Hermann-Josef Köln. 1954 bis 1955 übte er im Auftrag der Zentrale des Katholischen Männerfürsorge-Vereins Düsseldorf Strafgefangenenbetreuung in der JVA Remscheid-Lüttringhausen aus. Seiner Tätigkeit als Referent bei der Landesstelle der Katholischen Heimstattbewegung NRW in den Jahren 1956 bis 1959 schloss sich in den Jahren 1959 und 1969 ein Besuch des Werklehrerseminars der Stadt Köln an. Dort legte er die Prüfung zum Werklehrer ab. Es folgten neun Jahre Referententätigkeit für Jugendbildung bei der Landesstelle des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend Köln. Bevor er am 29. Juni 1971 seinen Dienst als hauptamtlicher Dozent an der Katholischen Hochschule NRW Abt. Köln – damals Katholische Fachhochschule NW – aufnahm, arbeitete Heinz Gerlach seit 1969 als Fachlehrer im Jugendleiterseminar des Johann-Michael-Sailer-Institutes Altenberg.
Heinz Gerlach vermittelte Studentinnen und Studenten der Sozialarbeit, Sozialpädagogik und Heilpädagogik, später nach Studiengangsreformen, Studentinnen und Studenten der Sozialen Arbeit während seiner Lehrtätigkeit ein umfassendes Sachwissen und methodisches Wissen hinsichtlich der Konzeptionierung und Durchführung medienpädagogischer Angebote. Überdies verstand er es, Ihnen Freiräume zur Entdeckung und Weiterentwicklung ihrer persönlichen gestalterischen Fähigkeiten bereitzustellen und ihnen die Erfahrung sozialer Kompetenzen zu ermöglichen. „Plastisches Gestalten, Aufbautechniken, Oberflächenbearbeitung“, „Hilfen zur Freizeitarbeit“, „Möglichkeiten der Kreativitätsentfaltung beim Bau von Flugmodellen, Bumerang und Drachen“ sowie „Arbeitsgemeinschaft Metall: Schwerpunkt Schmuck“ sind nur wenige Themen- und Seminarbeispiele, mit denen Heinz Gerlach Studentinnen und Studenten des Fachbereiches Sozialwesen qualifizierte.
Mit Heinz Gerlach ist ein Kollege verstorben, der auch während seines Ruhestandes der Katholische Hochschule NRW bereichernd u. a. in Fachkonferenzen zur Seite gestanden ist. Auch abseits des Lehrbetriebes wusste Heinz Gerlach in leisen Begegnungen bei Studentinnen und Studenten sowie bei Kolleginnen und Kollegen nachhaltige Spuren zu hinterlassen.
Redaktion: Prof. Dr. Werner Schönig, Dekan Fachbereich Sozialwesen