Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen Catholic University of Applied Sciences

Promotion

Die wichtigste Antwort vorweg: Ja, FachhochschulabsolventInnen können promovieren und die KatHO NRW unterstützt Promotionsinteressierte dabei. Aber: Eine Promotion direkt an der KatHO NRW ist nicht möglich, denn nur Universitäten haben das so genannte Promotionsrecht. Was das bedeutet, erfahren Sie im Folgenden.

Die KatHO NRW hat in den vergangenen Monaten begonnen, sukzessive einen Wissenschaftlichen Mittelbau aufzubauen. Zurzeit beschäftigt die Hochschule über 50 Wissenschaftliche MitarbeiterInnen. Viele von ihnen arbeiten in wissenschaftlichen Forschungsprojekten in einem der Forschungsinstitute oder Forschungsschwerpunkte der KatHO NRW. Die Hochschule ermöglicht Wissenschaftlichen MitarbeiterInnen, die promovieren oder eine Promotion planen, einen Stellenumfang von mindestens 50 Prozent, so dass ein Promotionsvorhaben grundsätzlich (auch unter ökonomischen Gesichtspunkten) möglich ist.

Voraussetzungen für eine Promotion

Wer promovieren möchte, muss zunächst einmal mindestens die folgenden drei Voraussetzungen erfüllen:

  • Rein formell ist ein Diplom-, Magister- oder ein Masterabschluss nötig. Ob dieser an einer Universität oder an einer Fachhochschule erworben wurde, ist dafür unerheblich. Der Abschluss sollte im selben oder in einem verwandten Fach erworben worden sein, in dem auch die Promotion angestrebt wird.
  • Die Abschlussnote muss sehr gut bis gut sein. Im Einzelnen entscheidet die Universität, an der promoviert wird, welche Note der Abschluss haben muss, um für eine Promotion zugelassen zu werden.
  • Ein vage Idee für ein Promotionsthema reicht nicht aus: Das Thema, über das promoviert werden soll, muss möglichst konkret sein und in einem ausformulierten Exposee dargestellt werden.

Promotionsmöglichkeiten für Studierenden im Fachbereich Sozialwesen

Wie eingangs erwähnt, ist eine Promotion nur an Universitäten möglich. Für KatHO-AbsolventenInnen aus dem Fachbereich Sozialwesen bedeutet das, dass sie eine Universität finden müssen, die ihnen die Promotion erlaubt und eine Doktormutter bzw. einen Doktorvater, die/der ihre Dissertation betreut.

Das können Sie entweder auf eigene Faust tun; zum Beispiel, wenn Sie schon wissen, dass ProfessorIn xy an der Uni xy auf das Thema spezialisiert ist. Oder Sie sprechen mit einer/einem DozentIn der KatHO über ihr Thema, vielleicht kann er oder sie Ihnen helfen, einen Kontakt zum Kollegen herzustellen – es gibt nämlich einige Universitäten, mit denen die KatHO NRW bei Promotionsvorhaben kooperiert.

Ratsam ist in jedem Fall ein Beratungsgespräch mit der Promotionsbeauftragten Forschungsprorektorin Prof. Dr. Liane Schirra-Weirich (Tel. 0221/7757-602, prorektorin(at)katho-nrw.de).

Promotionsmöglichkeiten für Studierende im Fachbereich Gesundheitswesen

Studierende aus dem Fachbereich Gesundheitswesen, die einen Masterabschluss erworben haben, können grundsätzlich an jeder Universität, die ein entsprechendes Studienangebot vorhält, promovieren. Über die Zulassung zur Promotion entscheidet die jeweilige Universität bzw. Fakultät. Praktische Voraussetzung ist eine wissenschaftliche Erstbetreuerin/einen wissenschaftlichen Erstbetreuer („Doktormutter/Doktorvater“)zu finden, die/der ein Dissertationsthema akzeptiert und die Betreuung übernimmt. Die formalen Bedingungen sind der Promotionsordnung der jeweiligen Fakultät zu entnehmen.

Durch die Kooperation des Fachbereichs Gesundheitswesen mit der Pflegwissenschaftlichen Fakultät der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar (PTHV) können promotionsinteressierte Studierende des Fachbereichs Gesundheitswesen an der KatHO beraten werden: Prof. Dr. Marcus Siebolds (Good Clinical Practise) und Prof. Dr. Heribert W. Gärtner (Pflegesystemforschung) haben als Honorarprofessoren der Fakultät für Pflegewissenschaft der PTHV die Berechtigung für die Erstbetreuung von Dissertationen an dieser Fakultät. Der wissenschaftliche Direktor des Deutschen Instituts für angewandte Pflegeforschung (dip), Prof. Dr. Frank Weidner, ist zugleich Dekan der Pflegewissenschaftlichen Fakultät Vallendar. Das dip ist An-Institut der KatHO NRW und hat seinen Sitz in Köln und in Vallendar. Inzwischen haben mehrere Kölner Absolventinnen und Absolventen des Fachbereichs Gesundheitswesen und Mitarbeiter des dip an der PTHV promoviert.

Über den Aufbau und die Kosten des Promotionsstudiums an der Pflegewissenschaftlichen Fakultät informiert die Homepage der PTHV (www.PTHV.de).
Informationen erhalten Sie bei Prof. Dr. Marcus Siebolds (m. siebolds@katho-nrw.de) und bei Prof. Dr. Heribert W. Gärtner (h.gaertner(at)katho-nrw.de).

Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen 2014