Allensbach-Untersuchung mit Beteiligung von Prof. Dr. Johann Michael Gleich nennt Motive für ehrenamtliches Engagement.
Anderen Menschen helfen, etwas Sinnvolles tun, Neues lernen und nützliche Erfahrungen machen sind wesentliche Motive für ehrenamtliches Engagement bei der Caritas.
Die in Köln veröffentlichte Studie des Instituts für Demoskopie Allensbach verdeutlicht, was Menschen bewegt, sich ehrenamtlich zu engagieren. Im Auftrag des Deutschen Caritasverbandes (DCV) waren im April 2006 in einer mündlichen und persönlichen Befragung 875 Personen interviewt worden, die sich aktuell in Einrichtungen und Diensten der Caritas und in Pfarrgemeinden ehrenamtlich engagieren.
Ehrenamtliche in der Caritas sind durch eine enge Verbundenheit zu Kirche und Glauben geprägt sind (60 Prozent). Personen, die seit wenigen Jahren ehrenamtlich tätig sind, betonen stärker den Wunsch, sozial etwas bewegen und verändern zu wollen.
Doch auch Personen engagieren sich sozial in Diensten und Einrichtungen der Caritas, die bekunden, sie seien nur wenig der Kirche verbunden.
Über 70 Prozent aller Befragten sehen in ihrem Engagement eine gesellschaftlich relevante Tätigkeit, die obendrein dem eigenen Leben Sinn gibt. Die Zufriedenheit mit dem eigenen Tun ist außerordentlich hoch, ebenso das Gefühl, dass die Arbeit von den Hauptamtlichen geschätzt wird.
Jeder fünfte ehrenamtlich Mitwirkende ist bereit, noch mehr Zeit in sein Ehrenamt zu investieren.
Prof. Dr. Johann Michael Gleich hat Interviews zu Motiven, Erfahrungen und Erwartungen mit 60 Ehrenamtlichen geführt. Danach sind die Ehrenamtlichen in der Caritas keine einheitliche Gruppe. Die Caritas folgert daraus selbst, dieses Ergebnis erfordere zukünftig eine differenzierte Ansprache des Verbandes, die verdeutliche, in welchen Bereichen das Ehrenamt benötigt werde und welche gegenseitigen Erwartungen bestünden.
Kontakt beim Deutschen Caritasverband:
Dr. Eugen Baldas, Referatsleiter Gemeindecaritas und Engagementförderung, Telefon 0761 200-425
Kontakt an der KFH NW, Fachbereich Sozialwesen, Abt. Köln:
Prof. Dr. Johann Michael Gleich