Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen Catholic University of Applied Sciences

Erstellung einer Expertise "Pflege und Betreuung im Wohnquartier

 

Hintergrund
Der demographische Wandel stellt die gegenwärtige Pflege- und Sozialpolitik vor enorme Herausforderungen. Durch die erwartete Zunahme Älterer, Pflege- und Hilfebedürftiger werden etablierte Versorgungsstrukturen weiter ausdifferenziert und ergänzt werden müssen. Es geht dabei um die Entwicklung einer angemessenen Strategie hinsichtlich der Beantwortung eines höheren gesamtgesellschaftlich zu tragenden „Pflegerisikos“. Eine besondere Herausforderung ist dabei, die Versorgung und Betreuung der wachsenden Anzahl Demenzerkrankter und ihrer Angehörigen zu sichern und zu entwickeln sowie das Leben zu Hause für möglichst viele Pflege- und Hilfebedürftige zu ermöglichen, zu fördern und zu stabilisieren.

Der beschriebene Hintergrund wird auch in Rheinland-Pfalz als besondere Herausforderung gesehen. Aus diesem Grund wurde vom Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Familie und Frauen in Rheinland-Pfalz eine Expertise „Pflege und Betreuung im Wohnquartier“ in Auftrag gegeben, die eine Grundlage für den Aufbau kleinräumiger Versorgungsstrukturen darstellen soll. Die Expertise soll einerseits den Charakter einer praxisorientierten Handreichung haben, andererseits den aktuellen Stand wissenschaftlichen Wissens zu den Grundlagen und Hauptaspekten erfassen.

Methoden
Kernstück der Expertisenerstellung ist eine umfassende systematische nationale und internationale Literaturrecherche und –auswertung. Dabei wird sowohl auf theoretische als auch auf empirische Erkenntnisse zurückgegriffen sowie entsprechende Beispiele und Erfahrungen exemplarisch beschrieben. „Referenzprojekte“ sollen praktische Umsetzungsmöglichkeiten untermauern. In mehreren Expertenrunden werden die Ergebnisse und Empfehlungen diskutiert und erweitert. Aus der Expertise werden Schlussfolgerungen für Rheinland-Pfalz gezogen und öffentlich vorgestellt.

Ergebnisse
Die Expertise liegt dem Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Familie und Frauen in Rheinland-Pfalz vor. Eine Veröffentlichung ist für Mitte 2009 geplant.

Projektleitung
Prof. Dr. phil. Frank Weidner
Zur Homepage des Dozenten

Mitarbeit
Dr. rer. medic. Michael Isfort
Ursula Laag, Dipl.-Berufspädagogin
Anne Gebert, Dipl.-Pflegewirtin
Cordula Schmidt, M.Sc. Pflegewissenschaft, Dipl.-Berufspädagogin

Art des Projektes
Auftragsforschung

Finanzierung
Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Familie und Frauen - Rheinland-Pfalz

Kooperationspartner
Philosophisch-Theologische Hochschule Vallendar

  • Prof. Dr. phil. Hermann Brandenburg
  • Dr. phil. Helen Kohlen
  • Renate Adam-Paffrath, MScN (cand)Universität zu Köln
  • Prof. Dr. Frank Schulz-Nieswandt
  • Dr. Klarissa Kurscheid (Seit 9/08 Hochschule Fresenius, Köln) 

Laufzeit
Juni 2008 bis März 2009

Publikationen
Nichtöff. Expertenhearing, 27.10.2008, Philosophisch-Theologische Hochschule Vallendar2. Pflegekongress Rheinland-Pfalz, 20.11.2008, Mainz
Nichtöff. Expertenhearing, 13.3. 2009
Publikation in Vorbereitung

 

 

 

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