Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen Catholic University of Applied Sciences

Entwicklung und Erprobung eines pflegepädagogischen Konzeptes: Aufbau und Entwicklung einer Vernetzungsstelle im Rahmen des Netzwerkes Pflegeschulen

 

Hintergrund
Mit der Einrichtung des Netzwerks Pflegeschulen leistet die Robert Bosch Stiftung einen wertvollen Beitrag, um Lehrende verschiedener Pflegebildungseinrichtungen miteinander ins thematisch orientierte Gespräch zu bringen. Das Deutsche Institut für angewandte Pflegeforschung e.V. sieht die Notwendigkeit, derartige Prozesse nicht nur durch Forschungstätigkeiten zu initiieren und zu unterstützen, sondern mittels praxisnaher Unterstützung der Lehrenden einen Beitrag zur Weiterentwicklung der pflegepädagogischen Landschaft zu leisten. Vor allem durch die Veränderungen der bundesweiten Gesetzgebung im Rahmen des Krankenpflege- sowie des Altenpflegegesetzes zeigen sich neue Herausforderungen, die von den einzelnen Pflegebildungseinrichtungen nicht alleine zu bewältigen sind. Sowohl auf der schulorganisatorischen Ebene als auch auf der didaktisch-inhaltlichen Ebene zeigt sich ein Bedarf an neuen Ideen und Weiterentwicklung der Berufsausbildungen sowie - mittelbar - der Pflegepraxis. Die Ausbildungsstätten stehen hier vor einer besonderen Verantwortung. Ein wichtiger Weg, neue Strukturen zu etablieren und Ausbildung zielgruppenorientiert zu gestalten, liegt in der Schaffung von Netzwerken auf lokaler Ebene.

Methoden
Ziel aller Aktivitäten der aufzubauenden und zu entwickelnden Vernetzungsstelle stellt die Initiierung von Kontakten zwischen Lehrenden in den verschiedenen Bildungseinrichtungen der Pflegeausbildung, einem daraus folgenden Austausch und einer möglichst systematischen und langfristigen Zusammenarbeit dar. Bildungsinnovationen sollen durch das Aufgreifen aktueller sowie neuartiger berufspädagogischer und ausbildungspolitischer Themen ermöglicht und begleitet werden. Information und gemeinsame Arbeit bilden den Fokus der Aktivitäten. Nach einer ersten Phase der Einrichtung der Vernetzungsstelle, in der zur thematischen Fokussierung eine Bedarfsermittlung an pflegerischen Bildungseinrichtungen und die Erstellung eines Jahresplanes erfolgte, schloss sich mit der zweiten Phase die Durchführung der Vernetzungsaktivitäten an. Verschiedene Maßnahmen sind seitdem für Lehrende an Pflegebildungseinrichtungen geplant und durchgeführt worden. Sie haben sowohl dialogischen, erarbeitenden als auch rezeptiven Charakter. Verschiedene Maßnahmen richten sich an Lehrende an Pflegebildungseinrichtungen, die sowohl dialogischen, erarbeitenden als auch rezeptiven Charakter haben.

Ergebnisse
Die Arbeit des Netzwerks Pflegeschulen wird von den Mitgliedern des Kölner Netzwerks als bedeutsam erlebt. Im Vordergrund steht dabei die Erfahrung, dass andere Schulen ähnliche Probleme bzw. Aufgaben zu bewältigen haben. Durch die Mitgliedschaft sind neue Kontakte zu anderen Schulen entstanden. Durch die Teilnahme an Aktivitäten des Netzwerks Pflegeschulen haben sich Veränderungen in den Schulen vor allem hinsichtlich neuer Ideen ergeben. Das Interesse am Einbringen in das Netzwerk ist vorhanden; problematisch sind dabei geringe zeitliche Ressourcen.

Projektleitung
Prof. Gertrud Hundenborn

Mitarbeit
Dipl.-Berufspädagoge (FH) Roland Brühe, M.Sc. Pflegewissenschaft

Art des Projektes
Förderprojekt

Finanzierung
Robert Bosch Stiftung, Stuttgart
Eigenmittel Deutsches Institut für angewandte Pflegeforschung e.V.

Kooperationspartner
Träger der Vernetzungsstellen:
- Fachhochschule Bielefeld
- Martin-Luther-Universität, Halle (Saale)
- Akademie Städtisches Klinikum München
- Institut für Soziale Berufe, Ravensburg

Laufzeit
Dezember 2003 – August 2008

Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen 2014