Angewandte Suchtforschung (18.07.2008)

18.07.2008

„Wissen, was los ist“ heißt der neu erschienene Band 3 der „Schriftenreihe Angewandte Suchtforschung“ der Kompetenzplattform Suchtforschung an der KFH NW.

Die Autoren Dr. Ines Schaunig und Prof. Michael Klein berichten zu den Ergebnissen der ersten „Local Monitoring-Studie“ in Köln mit mehr als 3.700 Schülerinnen und Schülern. Die Studie dient zur repräsentativen Erhebung des Umgangs von Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 16 Jahren mit Alkohol, Tabak und Cannabis.Die Suchtprävention soll auf der Basis der gewonnenen Daten in die Lage versetzt werden, ziel- und passgenauer auf Entwicklungen an einzelnen Schulen und in Stadtteilen und Sozialräumen frühzeitig zu reagieren. So hatten zum Beispiel 32 Prozent der 15-Jährigen im letzten Monat einen Alkoholrausch. Knapp 11 Prozent derselben Altersgruppe haben im letzten Monat Cannabis geraucht. Jugendliche aus Stadtteilen mit sehr guter sozialer Lage konsumieren häufiger Alkohol und Cannabis als solche aus nicht privilegierten Stadtteilen.

Die Studie wurde mit finanzieller Unterstützung der Rhein-Energie-Stiftung und in Kooperation mit den wichtigsten Trägern der Suchtprävention in Köln durchgeführt und soll in Zukunft in regelmäßig Abständen wiederholt werden, um längerfristige Trends im Suchtmittelkonsum der Jugendlichen zu erheben.

Weitere Informationen: Kompetenzplattform Suchtforschung an der KFH NW, Tel. 0221-7757-172, suchtforschung(at)kfhnw.de, www.addiction.de

Quelle: Schaunig, I. & Klein, M. (2008). Wissen, was los ist! Eine Local Monitoring-Studie zu Substanzkonsum und Suchgefährdung bei Kindern und Jugendlichen [To know what is going on. A local monitoring study concerning substance use and addiction risks]. Regensburg: Roderer (=Schriftenreihe Angewandte Suchtforschung; Bd. 3); ISBN 978-3-89783-614-3.

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