Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen Catholic University of Applied Sciences

Lotsin

Infos für Schwangere und junge Mütter zum Thema Alkohol und Zigaretten

 

 

 

 

 

 

 

Wir sind ein vom Bundesministerium für Gesundheit gefördertes Projekt (in Kooperation mit dem Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Köln) und unterstützen gemeinsam mit Schwangerschaftsberatungsstellen Schwangere und junge Mütter. In diesem Rahmen beraten wir auch zu den Themen Alkohol und Zigaretten in der Schwangerschaft und Stillzeit.

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Unser Angebot für Sie

 

Sie haben direkte Fragen, möchten mehr Infos oder sind einfach neugierig, welche Hilfen wir Ihnen anbieten können…

 

…dann schreiben Sie uns bitte eine E-Mail an:

lotsin@disup.de

 

Ihre E-Mail wird in der Regel werktags innerhalb von max. 24 Stunden beantwortet.

 

Wichtig: Ihre Daten werden vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können sich auch gerne mit einer anonymen E-Mail Adresse an uns wenden und müssen keine Daten von sich offen legen! Alle Angebote sind kostenlos!

 

Wir freuen uns über Ihre E-Mail!

 

Wer wir sind:

Prof. Dr. Tanja Hoff

Dipl.-Psychologin, Psychologische Psychotherapeutin

Holger Vinke

Sozialarbeiter BA

 

 

Alkohol und Schwangerschaft

  • Wie viel Alkohol darf ich in der Schwangerschaft trinken?

Bereits relativ geringe Mengen Alkohol können gesundheitsschädigende Wirkungen auf die Entwicklung des ungeborenen Kindes nehmen. Natürlich stellt insbesondere der erhöhte Alkoholgebrauch - auch bei nur einzelnen Gelegenheiten - für das Baby eine besondere Gefährdung dar. Aber beachten Sie bitte: Auch geringe Mengen Alkohol können insbesondere in den ersten drei Schwangerschaftsmonaten zumindest zu leichten, auch lebenslangen Beeinträchtigungen Ihres Kindes führen. Daher empfehlen wir: Kein Alkohol in der Schwangerschaft!

  • Wann muss ich mit dem Alkoholkonsum aufhören?

Wenn Sie festgestellt haben, dass Sie schwanger sind: Am besten sofort und dies auch für die gesamte Schwangerschaft. Sie sollten Ihren Alkoholkonsum so schnell wie möglich einstellen. Situationen, in denen Sie Alkohol trinken, sollten die absolute Ausnahme sein. Vermeiden Sie unbedingt einzelne Situationen mit hohem Alkoholkonsum, auch dann, wenn Sie in der Regel keinen Alkohol in der Schwangerschaft zu sich nehmen.

Wenn Sie hierbei gerne Unterstützung hätten, weil Sie es nicht schaffen, auf Alkohol zu verzichten und/oder Sie Tipps hierzu benötigen, können Sie sich gerne an uns oder an die im Projekt beteiligten Beratungsstellen wenden.

  • Was kann meinem Baby passieren, wenn ich weiterhin Alkohol konsumiere?

 Durch Alkohol in der Schwangerschaft kann es zu schwerwiegenden körperlichen Missbildungen beim Baby kommen. Die schwerste Form der Schädigung von Kindern durch Alkohol während der Schwangerschaft wird als Fetales Alkoholsyndrom (FAS) bezeichnet. Kinder, die davon betroffen sind, weisen lebenslang körperliche Behinderungen und Entwicklungsstörungen auf. Andere Kinder haben ggf. nicht das vollsändige Krankheitsbild, leiden aber ebenfalls dauerhaft an Beeinträchtigungen in ihrer körperlichen und/oder seelischen Entwicklung.

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Rauchen und Schwangerschaft

  • Was passiert, wenn ich während der Schwangerschaft rauche?

Die Gifte im Rauch können einen erheblichen negativen Einfluss auf den Schwangerschaftsverlauf nehmen. Insgesamt treten bei Kindern, deren Mütter in der Schwangerschaft rauchen, häufiger z.B. Früh- und Fehlgeburten, Wachstumsverzögerungen, niedrige Geburtsgewichte und Probleme mit der Atmung, Asthma und Allergien auf. Auch Lippen-Kiefer-Gaumenspalten sind bei ihnen häufiger. Die Gifte im Rauch beeinträchtigen das Abwehrsystem der Kinder insgesamt deutlich. Also gilt auch hier: Verzichten Sie zum Wohle Ihres Kindes am besten auf das Rauchen während der Schwangerschaft. Auch hier können Sie sich gerne für Unterstützung oder Tipps an uns oder an die im Projekt beteiligten Beratungsstellen wenden.

  • Was passiert, wenn jemand in meiner Umgebung raucht?

Achten Sie auf eine rauchfreie Umgebung für sich selbst und ihr Kind. Dazu sollten auch andere Familienmitglieder, Freunde und Bekannte beitragen. Das nützt der Gesundjeit Ihres Babys und Ihrer eigenen. Denn der Rauch einer anderen Person, den Sie durch die Luft einatmen, enthält zum Teil noch höhere Konzentrationen giftiger Substanzen als die direkt durch die Zigarette eingesaugte Luft. Kleine Kinder und Säuglinge gaben darunter besonders zu leiden, denn ihr Organismus reagiert sehr empfindlich auf die Giftstoffe.

  • Wie sieht es mit dem Rauchen während der Stillzeit aus?

Bleiben Sie während der Stillzeit Nichtraucherin. So vermeiden Sie, dass die schädlichen Inhaltsstoffe des Rauchs in hoher Dosis in die Muttermilch übergehen, die Zusammensetzung der Muttermlich negativ beeinflusst wird und die Menge der Muttermilch nicht ausreicht, um Ihr Baby vollständig zu ernähren. Wenn Sie es doch nicht ganz ohne Zigarette schaffen, sollten Sie Ihren Konsum verringern, nicht in der Nähe des Kindes rauchen und vor dem Stillen eine möglichst lange Rauchpause von mindestens einer Stunde einlegen. Insgesamt ist ein starker Konsum mit der Stillfähigkeit und dem Gedeihen des Kindes nicht gut vereinbar.

 

*Quelle: BzGA

 

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Hilfe bei Beratungsstellen unserer regionalen Projektpartner

Sie möchten Ihr Konsumverhalten (egal ob Alkohol oder Zigaretten) ändern, können es aber nicht so leicht? Sie wünschen sich Unterstützung?

Unsere Projektkooperationspartner sind derzeit an folgenden Standorten vertreten; hier können Sie sich auch direkt an die angegebenen Stellen wenden:

Hilfesuche bundesweit

  • Wo bekomme ich generell Unterstützung, wenn ich weitere Fragen habe oder mich beraten lassen möchte?

    In unserer Rubrik Kontakte finden Sie regionale Beratungsangebote rund um das Thema Alkohol und Schwangerschaft bzw. Rauchen und Schwangerschaft. Ansonsten sprechen Sie mit Ihrer Frauenärztin, Ihrem Frauenarzt oder Ihrer Hebamme. Zögern Sie nicht, wenn Sie Fragen haben oder sich unsicher fühlen. Ein schlechtes Gewissen, Gefühle von Schuld und Scham sollten Sie nicht von einer Beratung abhalten. Je früher Sie sich Unterstützung holen und z.B. in einem Gespräch Fragen und Unsicherheiten klären können, umso besser ist dies auch für Sie selbst. Die BZgA (Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung) bietet Ihnen weitere umfassende Informationen zum verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol z.B.  über das Portal kenn-dein-limit sowie zum Rauchverhalten über das Portal Familienplanung

  • Wo kriege ich schnelle Hilfe?

    Die Telefonseelsorge bietet unter den Nummern 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222 kostenlose und anonyme Beratung rund um die Uhr und kann geeignete Beratungsstellen nennen.

    *Quelle: BZgA

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Version vom 04.09.2013

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